Das Projekt
Die Projektpartner
Die Regionalgruppen
Das Projektgebiet
Die internationale Begleitkommission
Die Koordination des Projektes
Das Projekt
Im Grenzraum zwischen NRW und den Niederlanden gibt es noch eine Vielzahl ökologisch wertvoller Gebiete.
Von diesen wurden einige der Europäischen Union als
NATURA 2000-Gebiete
gemeldet. Sie sollen Teil eines europaweiten Schutzgebietsnetzes für natürliche Lebensräume und wildlebende Tier- und Pflanzenarten
werden. Um aber ein nachhaltiges und funktionierendes Netzwerk zu realisieren, ist es notwenig, diese Gebiete miteinander in Natur
und Landschaft zu verbinden. Nur so kann der Erhalt von Biotopen und Arten langfristig gewährleistet werden. In den Niederlanden
erfolgt der Aufbau des Netzwerkes durch die sogenannten
"Ökologischen Hauptstrukturen"
auf Grundlage des
"Natuurbeleidsplans" von 1990. In Deutschland liefert der
"Biotopverbund" nach § 3 BNatSchG von 2002 die rechtlichen Grundlagen dazu.
Zur Zeit sind die Planungen beider Länder, die Natur und Landschaft betreffen, nur selten aufeinander abgestimmt. So kann es z. B. passieren,
dass auf einer Seite der Grenze die Ausweisung einer Gewerbefläche erfolgt, auf der anderen die eines Naturschutzgebietes.
Doch selbst wenn sich zwei Natura 2000-Gebiete direkt gegenüber liegen, gibt es meist keinen gemeinsamen Managementplan.
Woran liegt das? Trotz eines zusammenwachsenden Europas wissen die Menschen, die sich diesseits und jenseits der
Grenze für den Schutz von Natur und Landschaft engagieren, oft nur wenig voneinander. Eine weitere Ursache ist, dass die
Erarbeitung von Verbindungszonen bereits auf nationalem Niveau Schwierigkeiten bereitet. Immer noch verschwinden täglich
viele Hektar freier Landschaft für Siedlungen, Verkehrswege und Gewerbeflächen.
Dies führt dazu, dass Landwirtschaft, Naturschutz und Forstwirtschaft, aber z.B. auch Erholung und Tourismus momentan
häufig um die unverbauten Flächen in Natur und Landschaft konkurrieren.
Genau hier möchte "Aktion Grünes Band/Actie Groene Band" ansetzen. Gemeinsam mit allen Interessensgruppen sollen
Möglichkeiten für effektive Verbindungszonen zwischen ökologisch wertvollen Gebieten über die Grenze hinweg gefunden
sowie Projekte dazu erarbeitet werden. Nicht zuletzt dient der Erhalt von Lebensräumen wildlebender Arten der
Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen in der Grenzregion.
Die Projektpartner
Die Kooperationspartner Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen
und Vereniging Natuurmonumenten entwickelten Ende 2000 die Idee zum Projekt "Aktion Grünes
Band/Actie Groene Band". Anfang 2002 begann die erste Phase des Projektes mit der Erfassung der aktuellen Situation im
Projektgebiet und der Verbesserung der Kommunikation durch den Aufbau von Netzwerken. Die erste Projektphase wurde
durch das EU-Programm INTERREG III A der
Euregio Rhein-Waal kofinanziert sowie in Nordrhein-Westfalen
durch das Wirtschafts-Ministerium, in den Niederlanden durch das Ministerium für
Landwirtschaft, Natur und Nahrungsqualität und den Provinzen Limburg und Overijssel. Projektträger ist der Naturschutzbund
(NABU) Nordrhein-Westfalen. Die Projektpartner Natuurmonumenten, De Landschappen und
Staatsbosbeheer unterstützen das Projekt auch finanziell. Auf deutscher Seite sind
die im Projektgebiet gelegenen Biologischen Stationen beteiligt.
Die erste Projektphase läuft bis zum 31.12.2003. Die zweite Phase des Projektes soll der weiteren Entwicklung und vor
allem der Umsetzung von Projekten dienen.
Eine langfristige Einrichtung einer Koordinationsstelle von "Aktion Grünes
Band/Actie Groene Band" wird angestrebt.
Die Regionalgruppen
In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit spielt eine effektive Kommunikation und Kooperation eine wesentliche
Rolle. Bei der praktischen Umsetzung lassen sich diese leichter vor Ort realisieren als auf höchster Behördenebene.
Deshalb haben sich im Projektgebiet von "Aktion Grünes Band/Actie Groene Band" auf regionaler Ebene vier Arbeitsgruppen
zusammengefunden. Teilnehmer sind Vertreter von Naturschutz, Tourismus- und Wasserverbänden, Forst- und Landwirtschaft
aber auch andere für Natur und Landschaft relevante Institutionen beider Länder. Die Regionalgruppen besprechen Probleme
in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und entwickeln gemeinsam Projekte für die nachhaltige Nutzung und Bewahrung
der Ressourcen von Natur und Landschaft.
Die Abgrenzung der Regionen im Projektgebiet erfolgte anhand gemeinsamer Identitäten, die trotz aller sprachlichen,
kulturellen und politischen Unterschiede regional beiderseits der heutigen Staatsgrenze bestehen. Dabei kann es sich um
eine kulturhistorisch bedingte Identität wie z.B. in der Region Hamaland aber auch um die gemeinsame Orientierung an
Flüssen und Naturräumen handeln. Dies zeigte das Ergebnis der Namensgebung der vier Regionalgruppen:
- Zwischen Rur und Maas (Link Karte)
- Maasterrassen (Link Karte)
- Regio Rhein-Waal (Link Karte)
- Hamaland (Link Karte)
In der ersten Phase des Projektes trafen sich die Regionalgruppen etwa alle drei bis vier Monate. Zur Ausarbeitung möglicher
Projekte kommen Projektarbeitsgruppen zusammen.
Das Projektgebiet
Das Projekt "Aktion Grünes Band/Actie Groene Band" umfasst den gesamten Grenzverlauf zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen,
je nach kulturhistorischen und naturräumlichen Gegebenheiten bis zu 25 Kilometer beiderseits der Grenze.
Zum Projektgebiet gehört der Regierungsbezirk Köln mit den Kreisen Aachen, Heinsberg und der kreisfreien Stadt Aachen, die Provinz Limburg,
der Regierungsbezirk Düsseldorf mit den Kreisen Viersen, Kleve, Wesel, den Städten Mönchengladbach und Krefeld, Teile
der Provinzen Gelderland und Overijssel und der Regierungsbezirk Münster mit dem Kreis Borken.
Nicht immer war das Projektgebiet durch eine Staatsgrenze getrennt. Noch bis ins 18. Jahrhundert bestand z. B. das
Herzogtum Geldern, zu dem weite Teile des Unteren Niederrheins sowie Teile der heutigen Provinzen
Gelderland und Limburg gehörten. Ähnliches gilt für das Hamaland im Norden des Projektgebietes. Die gemeinsame Sprache
war ebenfalls ein verbindendes Element.
Die internationale Begleitkommission
Der Projektverlauf wird von einer international besetzten Kommission begleitet. Sie kommt etwa zweimal im Jahr zusammen und entscheidet über
Maßnahmen zum Fortgang des Projektes. Die internationale Begleitkommission setzt sich aus Vertretern des Ministerie van
Landbouw, Natuur en Voedselkwaliteit, des nordrhein-westfälischen
Ministeriums für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der
Provinz Limburg, der Provinz Gelderland (www.gelderland.nl)und der
Provinz Overijssel, den
Bezirksregierungen Köln,
Düsseldorf und
Münster, Staatsbosbeheer, der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der Vereniging Natuurmonumenten
und des Naturschutzbundes (NABU) Nordrhein-Westfalen zusammen.
Die Koordination des Projektes
Die Gesamtkoordination des Projektes "Aktion Grünes Band/Actie Groene Band" hat die
NABU-Naturschutzstation e.V. Kranenburg in enger Zusammenarbeit mit der
Vereniging Natuurmonumenten übernommen. Die
NABU-Naturschutzstation e. V. Naturpunkt im Kreis
Heinsberg ist zuständig für die Koordination der beiden Regionalgruppen "Zwischen Rur und Maas" und "Maasterrassen" im Süden des Projektgebietes.
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